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Freitag, 30. Oktober 2015

Brautpaar (2)

Extra angefertigt, nach den Wünschen meiner lieben Kollegin, die letzten Samstag ihren Liebsten geheiratet hat:


Die Frisur hat am längsten gedauert....Gefühlt hundert Fäden einknüpfen und aufdrösseln erfordert ein klein wenig Geduld...

Herzlichen Glückwunsch noch einmal an dieser Stelle!

Brautpaar

Irgendjemand heiratet doch irgendwo immer:








Mittwoch, 6. Mai 2015

Rise Like A Phoenix

Dass Österreich jemals wieder den Eurovision Songcontest gewinnen würde, das war bis vor einem Jahr ungefähr genauso wahrscheinlich, wie Fußballweltmeister zu werden. Oder überhaupt auch nur Europameister.
Aber man soll ja bekanntlich niemals nie sagen, und so ging der Sieg im Jahr 2014 tatsächlich an uns, genauer gesagt an Conchita Wurst, die mit Rise Like A Phoenix angetreten ist und wohl mehr mit ihrem Auftreten als mit ihrer Musik die Gemüter erhitzt hat.

Ihr ist es zu verdanken, dass der Songcontest in diesem Jahr zum ersten Mal seit langer, langer Zeit wieder in Österreich stattfindet. Und ich werde dabei sein. (Das hab ich unter anderem auch meinem Papa zu verdanken, der mich überhaupt erst auf die Idee gebracht hat, mich als Volunteer zu bewerben.)

Beim Casting in Graz durfte ich unter anderem ein wenig über meine Hobbys berichten und wurde scherzhalber aufgefordert, doch mal Conchita zu häkeln. Das habe ich auch gemacht, und rechtzeitig vor meiner Abreise nach Wien ist sie auch fertig geworden, und ich finde, sie sieht toll aus.

So stand Conchita letztes Jahr in Dänemark auf der Bühne, und so sollte auch meine gehäkelte Version aussehen:

Das Kleid erschien mir auf den ersten Blick ein wenig langweilig, weil irgendwie so unbunt, aber schnell habe ich festgestellt, dass sich ganz tolle und beinahe elegante Effekte erzielen lassen, wenn man beige Wolle mit einem dünnen Goldfaden kombiniert.

Nach vielen Stunden und unzähligen Neuanfängen war endlich die Rohversion fertig:


Sieht doch schon ganz bezaubernd aus, aber irgendwas fehlt noch oder?


Richtig, der Bart! Das Markenzeichen schlechthin. Um ihn nicht zu stoppelig aussehen zu lassen, habe ich mich entschlossen, ihn einfach aufzumalen:


Morgen wird die Dame mit mir nach Wien reisen, und wer weiß, vielleicht ergibt sich in den nächsten zwei Wochen ja tatsächlich einmal die Möglichkeit, sie der echten Conchita vor Ort zu überreichen.
Ich bin auf jeden Fall gespannt!

Montag, 27. April 2015

Sackboy

Gerade zum rechten Zeitpunkt um aus meiner Urlaubsstimmung wieder in eine produktive Phase zu rutschen, erhielt ich letzte Woche einen besonderen Auftrag.

Gewünscht war ein Sackboy, mit den Worten "Ich weiß, dass es den schon so zu kaufen gibt, aber wenn du den machst, ist es doch viel persönlicher." Das ehrt mich natürlich, aber klar, wenn es darum geht, eine gestrickte Figur möglichst detailgetreu nachzustricken, dann steigt damit auch die Herausforderung. Besonders, da ich im Figuren stricken längst nicht so geübt bin, wie im häkeln.

Alles in allem finde ich, dass mir der kleine Kerl aber ganz gut gelungen ist, auch mein Auftraggeber war heute sehr zufrieden damit, aber überzeugt euch doch einfach am besten selbst.


Kann man lassen, oder?

Montag, 9. März 2015

Crochet my friends...

Eine liebe Freundin von mir hatte letzte Woche Geburtstag. Und die gehört in die Kategorie: das hat sie schon, das braucht sie nicht, das ist zu teuer, das kriegt sie nicht.
Darüber hinaus haben wir bei allen Ähnlichkeiten und gemeinsamen Interessen noch dazu sehr verschiedene Geschmäcker und sie ist ausserdem Selbermacherin, also mit einem Paar handgestrickter Socken kann ich bei ihr auch nicht unbedingt punkten. (Einen Rock versprech ich ihr seit einer gefühlten Ewigkeit, aber bisher sind wir noch nicht mal dazu gekommen, Maß zu nehmen.)

Gestern Abend hatte ich dann aber ganz spontan eine Idee. Etwas, das sie bestimmt noch nicht hat, das sie sich bestimmt nicht selber macht, und das auch in mein Budget passt. Ob sie´s brauchen kann ist jetzt wieder die andere Frage, aber gut, man kann nun mal nicht alles haben.

Ich habe eine Mini-Version von ihr selbst gehäkelt. Soll auch ein kleiner Ansporn sein, mich mal wieder in Graz zu besuchen.


Stilecht mit handgestricktem Pulli, Strickzeug in der Hand und Undercut auf der linken Seite. Einzig die Haarfarbe passt (nicht mehr) so ganz, wobei sie in echt auch eine Spur dunkler ist als auf diesem Foto.

Übrigens, es ist ja kaum zu fassen, aber ich habe für diesen Mini-Pullover alles in allem fast genauso lange gebraucht, wie für die ganze restliche Puppe (ohne Haare).

So, und nun geht es ans Wendeöffnungen verschließen, nachdem ich gestern unzählige Lavendelherzen genäht und befüllt habe.

Donnerstag, 26. Februar 2015

Ein Hund kommt selten allein...

Vor ein paar Wochen bekam ich einen Sonderauftrag - sechs kleine Hunde sollten entstehen, aber nicht etwa irgendwelche Hunde, sondern Labradoodles, und sie sollten darüber hinaus den Lieblingen der Auftraggeberin so ähnlich wie nur möglich sehen.

Bei solchen Spezialaufträgen habe ich ja immer ein wenig Bauchweh, ihr wisst ja, je höher die Erwartungshaltung, desto größer die Gefahr enttäuscht zu werden. Aber ich wollte es trotzdem versuchen und arbeitete mit einer langen Liste, auf der ich jeweils die gewünschte Fellfarbe, Augenfarbe, und Schnauzenfarbe sowie besondere Kennzeichen des jeweiligen Hundes notiert hatte.

Bei der Auswahl der Farben fing im Grunde die Herausforderung auch schon an. Farben machen eine ganze Menge aus und geben den gehäkelten Figuren einen hohen Wiedererkennungswert (oder eben auch nicht), aber um die Farben des Hundefells genau zu treffen, hätte ich diese schon abrasieren und die Haare zu Wolle verspinnen müssen. Was mir dann doch leicht übertrieben schien.

Aber genug der Worte, alles in allem finde ich die Hunde alle ziemlich süß (sowohl die gehäkelten, als auch die echten), aber seht einfach selbst.

Hier die Originale:

 



v.l.n.r.: Charly, Amy, Lexie, Mutz, Lilly und Lara




Und hier die gehäkelten Doppelgänger:


 In Lara mit ihrem treuherzigen Blick hab ich mich irgendwie ganz besonders verschaut:



Amy fand ich am schwierigsten, mit schwarzen Augen auf schwarzem Untergrund. Ich persönlich hätte ihr wahrscheinlich einfach eine andere Augenfarbe gegeben, aber so war es nunmal gewünscht. Auch der schwarze Fleck am Rutenansatz durfte nicht fehlen:




Charly, für den ich lange nach der passenden Fellfarbe gesucht habe, bis ich sie schließlich eher zufällig in meiner Restekiste entdeckte:



Mutz:


Lexie:



Und schließlich Lilly, die mit Halsband gewünscht war. Das von mir angebrachte gelbe Halsband, das man da ein wenig hervorblitzen sieht, wurde allerdings mittlerweile ausgetauscht, da ein gelbes Halsband bei Hunden offensichtlich bedeutet, dass man von diesen Abstand nehmen soll, da sie aggressiv, oder in Ausbildung, oder läufig, oder was auch immer sind. Unpassend für die sanfte Hundedame. Und ich hab wieder was gelernt. ;-)



Eins steht fest: Sollte ich mir jemals einen Hund zulegen (was äußerst unwahrscheinlich ist), dann wird es wohl ein Labradoodle. Oder aber auch ein gehäkelter. :-)

Herzlichen Dank an dieser Stelle auch an Donaudoodle Labradoodle, dass ich die Fotos hier verwenden durfte!

Dienstag, 24. Februar 2015

Crochet Love Story

Valentinstag ist zwar vorbei, aber ein bisschen Zeit für Romantik muss trotzdem noch bleiben.
Alles begann letzten Sonntag, mit einem Anruf von einer mir unbekannten Nummer. Gar nicht unbekannt war allerdings die Stimme, die sich hinter dieser Nummer verbarg und nach ein bisschen Smalltalk ging es gleich zur Sache: Gewünscht war ein Geschenk für eine Dame, die gern tanzt, bevorzugt lateinamerikanische Tänze, wenn ich das richtig verstanden habe.

Also, Computer an, Inspiration geholt, ein bisschen Kritzi-Kratzi in meinem Auftragsbuch, und schon konnte es losgehen.
O-Ton vom Schwesterlein: "Wenn man sich deine Zeichnungen so ansieht, ist es eigentlich erstaunlich, dass da am Ende doch immer noch was draus wird...."
Den restlichen Sonntag verbrachte ich also zum größten Teil mit Häkeln, und ich habe ausnahmsweise sogar mal ein paar einzelne Arbeitsschritte festgehalten:


Ein paar Stunden später war es dann so weit, und ein junger Herr im feschen Anzug war ausgehfertig:


Er ist ein klein wenig aufgeregt, denn er hat sich mit seiner Herzdame zum Tanzen verabredet. Aber noch darf er sich entspannt zurücklehnen, während er auf seine Liebste wartet:


Denn die ist nicht weniger aufgeregt als er selbst, und dementsprechend anspruchsvoll, was ihr Aussehen angeht. Immerhin soll an diesem Abend alles perfekt sein. Zuerst hat sie an ihrem Ausschnitt herumgenörgelt: "Hey, ich gehe zum Tanzen und nicht zum Skifahren. Kein Grund, mir einen Rollkragenpulli anzuziehen." Also noch mal von vorn...
Dann war sie mit ihrer Frisur unzufrieden. "So kann ich nicht aus dem Haus", jammerte sie, und ich musste ihr Recht geben. Am Ende haben wir uns auf einen klassischen Dutt mit Blume im Haar geeinigt, mit dem wir beide gut leben konnten. Nun aber nichts wie los!

Das lange Warten hat sich gelohnt. Er ist ganz hin und weg, und auch sie strahlt übers ganze Gesicht
 Zu heißen Rythmen tanzen die beiden die ganze Nacht....



Und sie tanzen einen Tango.... dum dumdidum

Bis die Musik schließlich etwas langsamer wird, und die beiden sich endlich ein wenig näher kommen...



Wenn das nicht nach einem Happy End aussieht?

Sonntag, 22. Februar 2015

Pink fluffy unicorns......

Warum auch immer, gestern hatte ich einen Ohrwurm (anhören auf eigene Gefahr), und das große Bedürfnis ein Einhorn zu häkeln. Was ich dann auch gemacht habe.

Ich habe ein paar Anläufe gebraucht, und als das Gesicht fertig war, dachte ich mir: "Okay, falls ich jemals eine Kuh häkeln will, dann hab ich jetzt ja schon mal einen Anhaltspunkt."

Als der Körper dran war, dachte ich  mir: "Okay, falls ich jemals eine kleine fette Kuh häkeln will...."

Dann kamen die Haare, und es war Zeit, mir einzugestehen: Mein Einhorn sieht aus, wie eine kleine fette Kuh mit einem Emo-Haarschnitt und nur einem Horn.




Aber ich mag es trotzdem. Sehr. Und nachdem ich mir nun schon mal die Mühe gemacht hatte, und wusste, wie es ging, machte ich gleich ein zweites:


Und dann fand ich in meinem schier unerschöpflichen Wollvorrat noch ein wenig lila, von dem ich ohnehin noch nie recht wusste, was ich damit anfangen soll, und schwupps, wurde noch ein Einhorn draus.


Alle drei werden beim nächsten Markt zur Adoption frei gegeben. Und mal sehen, was mir als nächstes so einfällt....

Dienstag, 27. Januar 2015

Reboka Regenbogenkaktus goes international

Jaja, ihr habt richtig gelesen! Eine liebe Freundin von mir wird noch diese Woche nach Chile zu ihrem Freund ziehen, und in einem ihrer Koffer befinden sich mindestens drei meiner Werke.

Einmal Kyle, der eventuell bald einen Schreibtisch in Santiago de Chile schmücken wird:


Einmal Peppa Pig, die ich gar nicht kannte, bevor ich sie gehäkelt habe. Ich bin nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis, aber ich hoffe trotzdem, dass sich ein kleines Mädchen in Kolumbien, das angeblich ein Riesenfan ist, darüber freuen wird:


Und last but not least das Abschiedsgeschenk, das wir gemeinsam für unsere Auswanderin gebastelt haben. Ein selbstgebundenes Buch, das mit Fotos, Briefen, Zitaten und mehr befüllt wurde, und das hoffentlich eine schöne Erinnerung an die gemeinsame (Studien-) Zeit in Graz darstellen wird.


Und heute nachmittag werde ich wohl zur Abwechslung mal wieder ein wenig die Nähmaschine rattern lassen, ich hab da einen riesigen Sack mit Stoffresten rumstehen, und schon die ein oder andere Idee, was daraus entstehen könnte.

Montag, 5. Januar 2015

Eisbär

Passend zum Wetter habe ich heute einen kleinen Eisbären fertig gestellt. Begonnen habe ich damit  schon vor einigen Wochen, er hätte eigentlich mit mir auf den Markt wandern sollen, aber als ich in dieses Gesicht geblickt habe, da war mir sofort klar, dass ich ihn nicht in fremde Hände abgeben, sondern lieber selber adoptieren würde. Ja, hin und wieder passiert mir das nach all den Jahren immer noch, und ich ordne es unter künstlerische Freiheit ein. ;-)


Gehäkelt wurde der Bär nach einer Anleitung aus dem Buch Mein Häkelzoo: Tiere zum Kuscheln, Spielen und Verschenken

Dienstag, 16. Dezember 2014

Leonardo

Den wollte ich euch noch schnell zeigen:

Leonardo gehäkelt

Der hier wird ein Weihnachtsgeschenk für einen jungen Mann, der ALLE Turtles am liebsten hat, aber bei genauerer Nachfrage, welcher es denn sein sollte, falls das Christkind einen bringen würde, sich für den blauen entschieden hat.

Das Foto ist mal wieder unterirdisch schlecht (ich warte auf die Tage an denen wir wieder bis 21 Uhr Tageslicht haben), ABER derzeit werden die Fotos, die ich mit der Handykamera mache, besser als die, die ich mit meiner Digitalkamera mache. Das könnte jetzt folgende Gründe haben:

a) meine Handykamera ist so richtig, richtig, verdammt gut (eher nicht, billiges Ding)
b) meine Digitalkamera ist so richtig, richtig, verdammt schlecht (wäre möglich, billiges Ding)
c) es liegt an meinem mangelnden Interesse fürs Fotografieren und der Auseinandersetzung mit Werkzeug, Licht, etc. (das wird´s wohl sein, billiges....äh)

Freitag, 28. November 2014

Bin mal kurz zum Staubwischen hier. It´s been a while, I know...
Was hat sich in den letzten Wochen, oder eigentlich schon Monaten bei mir getan?
Nun, wie gewohnt hat mich Anfang Oktober der Uni-Alltag eingeholt, und ich plage mich mit Übersetzungen herum, die nur bedingt wirklich Spaß machen.
Darüber hinaus habe ich angefangen, Schwedisch zu lernen, weil Ungarisch und Spanisch allein ja noch nicht wirklich genug Herausforderung sind für mich....nein, das müsst ihr jetzt nicht kommentieren.

Mittlerweile habe ich zum Glück auch meine sehr häkelunlustige Phase wieder hinter mich gebracht und einige Sachen gemacht, die ich auf facebook zwar schon gezeigt habe, die aber bisher ihren Weg in den Blog hier noch nicht gefunden hatten.
Nun, das wird hiermit nachgeholt:
Koala - gestrickt nach einer Anleitung von Jean Greenhowe 
Böse Zungen mögen vielleicht behaupten, ich hätte einen Vogel. Ich halte dann gern dagegen "Warum kleckern, wenn man auch klotzen kann?" Vögel gibt es in meinem Haushalt mittlerweile genug, und zwar in Form von Kirschkern- bzw. Traubenkernkissen.

Mittlerweile dürfte ja hinlänglich bekannt sein, dass ich selbst die pflegeleichtesten Zimmerpflanzen von Zeit zu Zeit einfach verdursten lasse. Das dürfte hiermit wohl nicht mehr so schnell passieren:

Eine kleine Auftragsarbeit, die auch schon längst ein neues Zuhause gefunden hat:
Pummeluff
Bunte Schlüsselanhänger für Hundefreunde, die gleich mal nach Wien gereist sind:

Und gerade bin ich dabei ein paar wirklich niedliche Glücksbringerchen zu fertigen:
Mieses Foto, ich weiß, aber bei diesem Licht derzeit echt nicht so einfach, ordentliche Fotos hinzubekommen.
Das war es fürs Erste, Fortsetzung folgt...